Menai Bridge, Beaumaris und Holyhead, Nordwales

Das Tor zur Insel Anglesey (Ynys Môn) bildet die Stadt Menai Bridge (Pont Menai), benannt nach dem beeindruckenden Bauwerk von Thomas Telford, das die Verbindung zur Insel schafft. Die 174 Meter lange Hängebrücke war bei ihrer Eröffnung im Jahr 1826 die erste ihrer Art weltweit und gilt bis heute als architektonisches Meisterwerk. Vor Ort gibt es einen Waitrose-Supermarkt, den der damalige Herzog und die Herzogin von Cambridge (Prince William und Princess Kate) während ihres Aufenthalts auf Anglesey regelmäßig besuchten. Für kulinarische Erlebnisse empfehlen sich das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant Sosban and The Old Butchers sowie das etwas legerere, aber ebenso hervorragende Restaurant Dylan’s.

Eine Gruppe Frauen mit Hund, die an einem Tisch auf einer Terrasse am Wasser sitzen.
Ein scharzer Teller mit Gemüse und Fleisch auf einem Holztisch mit Besteck.

Dylan's Restaurant, Pont Menai, Insel Anglesey, Nordwales

Die wohl schönste Stadt auf der Insel Anglesey – und zugleich eine der belebtesten – ist Beaumaris, in atemberaubender Lage am Meer und diesem sagenhaften Blick auf die Berge von Eryri. Das Städtchen verzaubert mit seinen vielen hübschen Häusern, den kleinen Geschäften, dem Pier und der „technisch perfekteste Burg Großbritanniens“ (Weltkulturerbe). Es gibt eine Vielzahl einladender Pubs und Restaurants. 

Eine Mischung aus beidem bietet The Bull mit seiner 400 Jahre alten Bar und dem offenen Kamin und einem guten Bistro-Restaurant mit hübschem Innenhof. Ein gehobenes kulinarisches Erlebnis verspricht das The Grove – hier treffen moderne walisische Aromen auf ein elegantes Ambiente. 

 

Spektakuläre Naturbeobachtungen und Landschaftsausblicke vereint South Stack mit seinem gleichnamigen Leuchtturm und dem bekannten RSPB Naturschutzgebiet. Nur fünf Kilometer östlich liegt die Stadt Holyhead, ein geschäftiger Hafen für Reisende zwischen Großbritannien und Irland. Und weil es hier schwerfällt, das herrliche Küstenpanorama aus den Augen zu lassen, ist der beste Platz für ein Mittag- oder Abendessen das Harbourfront Bistro mit seiner wunderbaren Lage direkt am Meer. 

Aerial view of Menai Bridge.

Die Menai Bridge verbindet Nordwales mit der Insel Anglesey

Abersoch und Aberdaron, Nordwales

Haben Sie schon einmal mit jemandem gesprochen, der mal auf der Halbinsel Llŷn war? Dann erinnern Sie sich vielleicht an die verklärten Blicke und schwärmenden Erzählungen von unentdeckten wunderschönen Landschaften. Die Halbinsel in Nordwales ist rau, wild und einsam und perfekt für Abenteurer; aber auch Romantiker und Künstler schätzen ihre natürliche Schönheit. Und Surf-Fans werden an den Wellen ihre helle Freude haben.

Abersoch liegt an der Südseite der Halbinsel. Es ist ein altes Fischerdorf, das jeden Sommer Strandurlauber und Bootsbesitzer an den Strand lockt. Surfer und Kajakfahrer fahren meistens ein Stück weiter südlich nach Porth Neigwl, wo es etwas ruhiger zugeht. Ein idealer Ort, um sich aufs Wasser zu begeben, wenn Sie schon immer einmal segeln wollten.

Aberdaron liegt weiter westlich am äußersten Zipfel von Wales – man hat hier tatsächlich das Gefühl, als stünde man am Rand der Welt! Wenn Sie von hier aus noch ein Stückchen weiter rausfahren, kommen Sie auf die hübsche Insel Bardsey Island. Auf der Insel leben nur ein paar wenige Menschen, dafür umso mehr Robben und Seevögel und man kann hier die seltenste Apfelsort der Welt probieren!

Boats on sandy beach.
Gestreifte Hütten an einem Strand bei Abendlicht.

Aberdaron und Abersoch, Nordwales

Cardigan, Mittelwales

Das Marktstädtchen Cardigan hat etwas Belebendes, mit seinen vielen innovativen Neueröffnungen und dem renovierten Cardigan Castle, das die Auszeichnung “Restauration des Jahres” vom TV-Sender Channel 4 erhalten hat. Die Burg, die über dem River Teifi am Ortseingang thront, verbindet auf einzigartige Weise ihre 900-jährige Geschichte mit wechselnden Kunstausstellungen, Musikevents und mit Kulinarik. Das moderne Restaurant "1176" im Castle bietet neben ausgezeichneter Küche auch einen schönen Blick über den Fluss.

Ein sehr beliebter Neuzugang in der Restaurantszene von Cardigan ist das Pizza Tipi. Es wird von vier Brüdern und einigen ihrer Freunde betrieben und auf den Tisch kommen hier leckere Holzofen-Kreationen. Es liegt direkt am River Teifi und wurde von den Machern von Fforest Farm eingerichtet. Fforest liegt etwas außerhalb von Cardigan - ein Ort, an dem die Einfachheit und die Freude und Schönheit am Leben und der Natur im Vordergund stehen.

Blick auf Cardigan.
Blick auf Cardigan.
Der Fluss Teifi in Cardigan.

Cardigan, Ceredigion, Mittelwales

New Quay und Aberaeron, Mittelwales

Mit kaum zehn Kilometern Entfernung voneinander sollten Sie sich weder einen Besuch in New Quay noch in Aberaeron entgehen lassen, und das nicht nur wegen der wunderschönen Sonnenuntergänge am Horizont. 

New Quay wird von vielen  als einer der inspirierendsten Orte in Wales angesehen und diente etwa als Vorlage für die fiktive Stadt ‘Llareggub’, in der die Handlung von Dylan Thomas’ Hörspiel „Unter dem Milchwald“ spielt. Dylan Thomas lebte eine Weile im Ort und ein eigens angelegter Dylan Thomas Trail ist eine großartige Möglichkeit, mehr über den Dichter und Schriftstelle und über sein künstlerisches Schaffen zu erfahren und dabei die verwinkelten Straßen und Gassen in diesem hübschen Küstenort zu erkunden. Sie lieben Eis? Dann sollten Sie unbedingt bei Creme Pen Cei vorbeischauen. Hier gibt es Sorten in allen möglichen Farben und Geschmacksrichtungen und eine Riesenauswahl an süßen und fruchtigen Toppings.

Hier in der Cardigan Bay ist auch die größte Delfinschule Großbritanniens zu Hause, weshalb sich ein Besuch im Cardigan Bay Marine and Wildlife Centre etwas außerhalb von New Quay lohnt. Vom Hafen aus werden Bootsausflüge angeboten, bei denen Sie viele Informationen über die Tiere erhalten und darüber erfahren, warum sie sich gerade hier so wohlfühlen.

Aber auch im Hafenstädtchen Aberaeron warten wunderbare Motive auf Hobby-Fotografen und Instagramer, zum Beispiel die bunt gestrichenen Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert rund um den kleinen Hafen. In den Straßen gibt es viele unabhängige Läden, Cafés und Restaurants, darunter Klassiker wie The Hive. Letzteres ist eine extrem beliebte Bar mit Grillspezialitäten und eine Eisdiele, in der es das berühmte leckere Honigeis gibt.

Ein Hafen mit bunten Häusern im Hintergrund.

Hübsche bunte Häuser im Hafen von Aberaeron, Ceredigion, Mittelwales

Mumbles, Westwales

Nur wenige Kilometer von Swansea entfernt liegt das charmante Küstenstädtchen Mumbles – ein idealer Ort für einen Tagesausflug oder einen entspannten Urlaub. Das Leben spielt sich entlang der Uferpromenade in der Swansea Bay ab: Ein durchgehender Fußweg eröffnet herrliche Ausblicke – auf der einen Seite schweift der Blick über das Meer bis zur fernen Stadt, auf der anderen Seite locken Leuchtturm und zerklüftete Klippen. Naschkatzen kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Die traditionsreichen Eisdielen Joe’s und Verdi’s laden zu süßen Leckereien ein, um damit entspannt am Wasser entlang zu flanieren.

Neue Impulse setzt das Projekt Oyster Wharf, das der Promenade frischen Glanz verleiht. Die Restaurants bieten nicht nur kulinarische Highlights, sondern auch fantastische Ausblicke auf die Bucht. Wer es unkomplizierter mag, holt sich frisch zubereiteten frittierten Weißfisch oder gekochte Krabben im beliebten Gower Seafood Delicatessen.

Und für alle, die gern stöbern, lohnt sich ein Abstecher zur Newton Road: Hier reihen sich Boutiquen und Feinkostläden aneinander. Besonders empfehlenswert sind Olives & Oils mit einer hervorragenden Käseauswahl sowie Cheers, das eine feine Auswahl an Getränken bietet – perfekt für einen entspannten Abend oder ein Picknick mit Meerblick.

A lighthouse on the edge of a rocky headland against a backdrop of an orange sunrise.
Pfeiler von einer erhöhten Position aus gesehen.

Der Mumbles Head Leuchtturm bei Sonnenuntergang und ein Blick auf den Mumbles Pier, Westwales

Laugharne, Westwales

Laugharne (ausgesprochen: ‘Larn’) ist untrennbar verbunden mit dem berühmten Schriftsteller und Dichter Dylan Thomas, der den Ort einst als ‘die seltsamste Stadt in Wales’ bezeichnete. Auch wenn es im ersten Moment anders klingen mag, war diese Aussage als ein großes Kompliment gemeint. Dylan Thomas verbrachte die letzten vier Jahre seines Lebens in Laugharne und schrieb hier in seiner Schreibwerkstatt, einer kleinen Hütte mit Blick auf das Mündungsgebiet des River Tâf, sein berühmtes Hörspiel „Under Milk Wood“ (Unter dem Milchwald). Auf dem Friedhof der mittelalterlichen Kirche St Martin liegen der Dichter und seine Frau Caitlin begraben. Ein Besuch im Dylan Thomas Boathouse, in dem die Familie zeitweilig wohnte, ist eine wunderbare Gelegenheit mehr über den Schriftsteller und seine Arbeiten zu erfahren. Spazieren Sie zum Laugharne Castle; Thomas ließ sich hier unweit der Burgruine in seinem Sommergartenhaus inspirieren.

Ein weiterer Weg um in Dylan Thomas Fußspuren zu wandeln, führt in Brown’s Hotel. Hier verbrachte Dylan viele Nachmittage und Abende an der Bar und auch berühmte Persönlichkeiten wie Mick Jagger, der US-Präsident Jimmy Carter, Elizabeth Taylor oder Richard Burton waren hier schon zu Gast. Nach aufwendiger Renovierung wurde das Haus als Boutiquehotel im Stil der 1950er Jahre wiedereröffnet.

Ein guter Zeitpunkt für einen Besuch in der Stadt ist das Laugharne Weekend, ein Literatur-Festival in herrlich lockerer Atmosphäre, bei dem man die Autoren nach ihren Lesungen in den Pub treffen kann und die Partys meist die ganze Nacht dauern…

Blick von Laugharne.
exterior of Laugharne castle with two people walking along footpath.

Blick auf die Flussmündung und das Castle in Laugharne, Carmarthenshire, Westwales

Tenby, Westwales

Ein Besuch in Tenby fühlt sich an, als würde man ein Postkartenmotiv betreten. Denn das hübsche Städtchen mit seinen vielen pastellfarbenen Häusern liegt malerisch auf einer Landzunge im Pembrokeshire Coast Nationalpark, umgeben von feinen Sandstränden. Schon die Normannen haben hier erste Spuren hinterlassen; die mittelalterlichen Stadtmauern, die erbaut wurden, um Tenby vor walisischen Aufständischen zu schützen, stehen noch heute. Andere Sehenswürdigkeiten sind das älteste unabhängige Museum in ganz Wales, das Tenby Museum and Art Gallery sowie das Tudor Merchant’s House das vom National Trust geführt wird. Oder aber Sie gehen auf Stadterkundung und schlendern durch die vielen verwinkelten kleinen Straßen und Gässchen mit etlichen Eisdielen, Cafés, hübschen Boutiquen, Geschäften und Galerien.

A harbour with boats and houses reflected in the water.
looking down at boat and jetty on beach with clear sea.
Blick hinunter auf den Hafen von Tenby mit Booten auf dem Sand und bunten Häusern und dem Meer im Hintergrund.

Tenby, Pembrokeshire, Westwales

Als Bierfan sollten Sie sich einen Besuch in der modernen Tenby Harbour Brewery in einem umgebauten Lagerhaus aus dem 18. Jahrhundert nicht entgehen lassen. Hier wartet die legendäre “Hops & Hwyl Experience”, eine Brauereiführung mit anschließender Bierprobe. Probieren können Sie die Biere dieser und anderer lokaler Brauhäuser natürlich auch in den vielen Pubs, wie etwa im The Hope & Anchor und in der Harbwr Brewery Tap & Kitchen.

Für ein stimmungsvolles Mittagessen, eine Kaffeepause oder ein Eis sollten Sie sich The Stowaway nicht entgehen lassen, das sich in einem Torbogen mit Blick auf den Hafen an der charmant benannten Adresse „2 Penniless Cove“ befindet. Die Krabbensandwiches stillen hier den Heißhunger auf Herzhaftes, während die heiße Schokolade an einem stürmischen Tag genau das Richtige ist. 

Das Plantagenet House, das ältesten Gebäude der Stadt, serviert fangfrischen Fische und Meeresfrüchte in einer urigen Atmosphäre.Vegetarische und vegane Gerichte sowie eine Kinderkarte stehen ebenfalls zur Auswahl. Außerdem gibt es sonntags Lunchgerichte. 

Außenansicht eines gelben Hauses mit grünen Fensterrahmen und einer Treppe.
Ein gelbes Haus mit grünem Geländer und einer Schiefertafel davor.
Eine Gruppe Personen an einem Tisch bei Kerzenschein in einem Restaurant beim Essen.

Plantagenet House, Tenby, Westwales

Von Tenby aus ist es nur eine kurzer Bootsfahrt nach Caldey Island. Die hier lebenden Zisterziensermönche in der Abtei stellen aus den Kräutern der Insel edle Seifen und Parfums her sowie köstliche Schokolade. Caldey Island ist ein Paradies für Naturliebhaber, auch wegen der Robben und Seevögel, die hier häufig zu beobachten sind.

Leuchtturm auf Caldey Island.
exterior of Caldey Abbey, windows and roofs.

Caldey Island, Pembrokeshire, Westwales

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