Von den Tiefen der Kalksteinhöhlen zu den Höhen des Pen y Fan: Der Brecon Beacons Nationalpark ist unglaublich vielfältig. Am Tag laden die weiten Moorlandschaften, malerischen Täler und zumeist baumlosen Gipfel zu ausgedehnten Wanderungen ein, während bei Nacht das dunkle Himmelszelt zur Beobachtung der Sterne lockt.

Sanfte grüne Hügellandschaft? Wasserfälle? Hübsche Städtchen und ein idyllischer Kanal? All dies bietet der Nationalpark. Eine walisische Wundertüte voller ländlicher Highlights: Der Brecon Beacons Nationalpark ist eine der reizvollsten Regionen Großbritanniens.

Und noch dazu leicht zu erreichen: Die Brecon Beacons liegen nur 50 km nördlich von Cardiff entfernt und von Birmingham oder London aus sind sie mit dem Auto in weniger als drei Stunden erreichbar. Hier gibt es unendlich viel Platz - Menschenmengen werden Ihnen in den Brecon Beacons eher selten begegnen und wenn Sie sich ein wenig abseits der übrlichen Touristenpfade bewegen, werden Sie unberührte, wilde Landschaften vorfinden.

Wandern auf dem Pen y Fan, Brecon Beacons.
Wanderer auf dem Weg zum Gipfel des Pen y Fan im Brecon Beacons Nationalpark

Uralte Landschaften

Die in der Eiszeit entstandenen Berge, Hügel und Täler des Brecon Beacons Nationalparks wurden durch nahezu acht Jahrtausende Geschichte geformt. An den verwitterten Berghängen findet man eine Vielzahl prähistorischer Monumente. Auch die besonderen Städte der Region wie das wanderfreundliche Crickhowell, das jazzige Brecon, das Feinschmeckerparadies Abergavenny oder das literarische Hay-on-Wye sind einen Besuch wert.

Die Ost-West-Ausbreitung des Hochlands im Nationalpark, der durch die 60 km lange Gebirgskette der Cambrian Mountains von Snowdonia im Norden getrennt ist, ist beinahe so lang wie die Nord-Süd-Ausdehnung des Snowdonia Nationalparks. Zwischen beiden gibt es jedoch wesentliche Unterschiede: Während die felsigen Reste des erloschenen Vulkans den größten Teil Snowdonias dominieren, bestimmen grasbewachsene Hochmoore, von Heidekraut bewachsene Steilhänge und Gipfel aus rotem Sandstein das Erscheinungsbild der Brecon Beacons. 

Der Nationalpark umfasst ein besonders vielseitiges Gebiet. Jon Pimm, einer der Parkwächter, fasst es treffend zusammen: „Jede Region des Brecon Beacons Nationalparks ist einzigartig und hat ihre besonderen Merkmale. Ich arbeite hier bereits seit zehn Jahren und entdecke noch immer neue Orte, die ich zuvor nicht kannte.“

Llyn y Fan Fach im Brecon Beacons Nationalpark.
Llyn y Fan Fach im Brecon Beacons Nationalpark

Berge und Moorlandschaften

Die Brecon Beacons bilden die höchsten Gipfel im Süden Großbritanniens und der Park umfasst zudem drei Gebirgsketten: die Black Mountain Range, Fforest Fawr und die Black Mountains. Im Herzen des Nationalparks befindet sich mit über 30 km Ausdehnung das größte offene Hügelgebiet in ganz Wales. Hier halten walisische Bergponys die Vegetation in Schuss. Als Nachkommen der Grubenponys, die einst unter Tage in den Kohleminen arbeiten mussten, sind sie eine zähe Rasse. Ihnen wird nachgesagt, dass sie robuster sind als Schafe - und im Hinblick auf Futter weniger wählerisch.

Auf den Wegen entlang der Kalksteinfelsen im Süden bekommen Wanderer viel Sonne ab, während das westliche Gebiet mit seinen Felsformationen, Wasserfällen und Höhlen von so großem geologischen Interesse ist, dass es 2005 zum ersten Unesco Geopark von Wales ernannt wurde. Die beste Art und Weise, den Fforest Fawr Geopark zu erkunden, ist zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf dem Rücken eines Pferdes - entweder auf eigene Faust oder mit einem erfahrenen Reiseführer.

Sternennächte

Bleiben Sie über Nacht im Brecon Beacons Nationalpark und lassen sich - bei klarem Himmel - von einem Meer aus Sternen verzaubern. Sobald sich Ihre Augen an die Dunkelheit gewhönt haben, eröffnet sich Ihnen ein unglaublicher Sternenhimmel, an dem Sie viele verschiedene Konstellationen, weit entfernte Planeten oder Meteorströme beobachten können. Die Nationalparkbehörde organisiert zudem Sterndeutungs-Events, bei denen Sie das Beste aus den wunderschönen Bedingungen frei von Lichtverschmutzung machen können. Im Jahr 2012 wurde die Region offiziell als Internationales Lichtschutzgebiet anerkannt.

Dunkle Himmel Foto in den Brecon Beacons aufgenommen.
Bannau, Sir Gaer and Fan Brycheiniog vom Llyn y Fan Fach in den Black Mountain

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