Gipfelglück vorprogrammiert

Der Mount Snowdon ist mit 1.085 m der höchste Berg in Wales und jeder sollte mindestens einmal das Gefühl erleben, hoch oben auf dem Gipfel zu stehen und die atemberaubende Aussicht über die Berge bis hin zum Meer zu genießen. Hinauf führen verschiedene Routen, einige davon sind auch gut für Familien geeignet, wenn eine gewisse Grundfitness vorhanden ist. Die beliebte aber anspruchsvollere Route über den Crib Goch würden wir daher nicht empfehlen.

Sie müssen den Berg aber nicht zwangsläufig zu Fuß erklimmen. Nehmen Sie doch einfach die Snowdon Mountain Railway, eine historische Zahnradbahn, die Sie direkt zum Gipfel und dem Hafod Eryri Besucherzentrum bringt. Hier können Sie bei einer Tasse Tee den spektakulären Ausblick genießen – und bei gutem Wetter sogar bis nach Irland schauen.

Es gibt aber auch noch zahlreiche andere Gipfel im Nationalpark, die Sie als Familie erklimmen können. Der Tryfan beispielsweise ist ein beliebter Berg bei Teenagern, da er von der Seite wie ein riesiger Stegosaurus aussieht und man innerhalb von drei Stunden hinauf und wieder abgestiegen ist.

Der Cader Idris ist ein weiterer Favorit und ein erloschener Vulkan, der sich zwischen den Mündungen der Flüsse Dyfi und Mawddach erhebt. Aberdyfi – ‚aber‘ bedeutet auf Walisisch ‚Flussmündung‘ – ist ein klassisches Fischerdorf, das den südlichen Rand Snowdonias markiert. Von hier aus geht es in Richtung Norden durch die familienfreundlichen Badeorte Tywyn und Barmouth und vorbei an Großbritanniens größtem Campingplatz auf Shell Island – ein Strand, der wie sein Name schon sagt, ideale Voraussetzungen zum Sammeln von Muscheln bietet.

Walker overlooking Cadair Idris, Snowdonia.
Trig point on top of Snowdon looking over the lakes.
Der Blick von der Spitze von Yr Wyddfa / Snowdon und Cader Idris

Atemberaubende Küste

Die Halbinsel Llŷn, westlich des Nationalparks gelegen, hat drei ganz unterschiedliche „Seiten“: Die geschützten Badeorte liegen an der Südküste und werden gerne zum Segeln, Motorbootfahren und Windsurfen aufgesucht, insbesondere Pwllheli und Abersoch. An der südlichen Spitze der Halbinsel liegen die Strände von Hell's Mouth und Aberdaron, die sich hervorragend zum Surfen eignen. Die Nordküste hingegen ist wild und unberührter, mit magischen Buchten und dem einzigartigen Strand von Porth Oer, auf Englisch “Whistling Sands”, dessen Sand regelrecht zu pfeifen beginnt, wenn man darüber läuft.

Neben den herrlichen Berglandschaften und Küstenabschnitten trumpft der Snowdonia Nationalpark auch mit einer Vielzahl an Attraktionen und Bauwerken auf. So etwa mit seinen Burgen: Normannische Giganten wie Caernarfon, Harlech und Conwy Castle, einst erbaut um die Macht des englischen Königs Eduard I. zu demonstrieren, oder wildromantische Ruinen wie Dolbadarn, Dolwyddelan und Castell y Bere

View of the middle tower at Castell y Bere
Castell y Bere, Nordwales

Auch gibt es in Nordwales spannende Sehenswürdigkeiten wie das National Slate Museum, die Sygun Kupfermine und die Llechwedd Slate Caverns. Andere frühere Industriestandorte werden heute teils völlig neuartig genutzt – so zum Beispiel das Centre for Alternative Technology, König Artus’ Labyrinth oder Go Below Underground Adventures.

A small statue of King Arthur at the entrance to King Arthur's Labyrinth
Trams going up and down the water balanced railway.
Adventure seekers at the entrance to the Go Below Xtreme experience at the Cwmorthin Mine, Tanygrisiau
King Arthur's Labyrinth, Centre for Alternative Technology und Go Below

Zu den weltbesten Mountainbike-Anlagen zählen die Zentren Coed y Brenin und Antur Stiniog in der mondartigen Schieferlandschaft von Blaenau Ffestiniog. Im National White Water Centre nahe des Llyn Tegid in Bala kann man das ganze Jahr über Wildwasser-Rafting betreiben. Und von hier fährt auch eine der vielen berühmten historischen Dampfeisenbahnen des Landes ab.

Das Beste daran: Die meisten Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten im Norden liegen nah beieinander und sind leicht erreichbar – beispielsweise von Birmingham oder Manchester aus. Und trotz der Nähe zu diesen Metropolen, kommt man sich vor wie in einer völlig anderen Welt.

View of the beach with the sea and small boats in the distance.
Blick auf Harlech Castle, Mittelwales.
Abersoch beach und Harlech Castle, Snowdonia

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