Tag Eins

Die Reise entlang des Coastal Way beginnt mit einem Besuch auf der Insel Bardsey Island, die zwischen März und Oktober für Besucher offen ist. Die kleine Insel liegt vor der Spitze der Halbinsel Llŷn und sie wird häufig auch als die „Insel der 20.000 Heiligen“ bezeichnet, da Bardseye seit Beginn der Christianisierung der britischen Inseln ein beliebter Pilgerort war.

Heutzutage ist das kleine Eiland Heimat einer eindrucksvollen Vielfalt an Seevögeln, an den Stränden tummeln sich Robben und in den Wellen vor der Insel sieht man häufig Delfine. Auch die Geschichte der Seefahrt können Besucher anhand alter Wracks und Schmugglerhöhlen hier erkunden. Tagesausflüge nach Bardsey starten in Porth Meudwy bei Aberdaron, der Ausflug dauert insgesamt rund vier Stunden. Bitte erkundigen Sie sich bei der Buchung der Bootsfahrt nach Parkmöglichkeiten, da der Hafen von Porth Meudwy winzig ist. Der Ausflug auf die Insel ist nicht für größere Gruppen und Busreisegruppen geeignet. Übirgens: auf Bardsey gibt es eine kleine Anzahl an Ferienunterkünften so z.B. im ehemaligen Schulhaus.

Nördlich von Aberdaron in Llanbedrog empfehlen wir den Besuch des Kunstzentrums Plas Glyn y Weddew mit seiner erstaunlichen Sammlung an Gemälden und Drucken sowie einer Porzellanausstellung mit Erzeugnissen aus Swansea und Nantgarw. Das Zentrum bietet einen prächtigen Ausblick auf die Bergwelt Snowdonias sowie die weite Cardigan Bay. Außerdem gibt es einen preisgekrönten Tearoom und einen hübschen kleinen Laden, der regionale Handwerkserzeugnisse verkauft. 

A view from the cliff looking down at a eal in the sea at Bardsey Island.
Großes Treppenhaus und Flur der Kunstgalerie Plas Glyn-y-Weddw mit Kunstwerken an den Wänden.

Bardsey Island und die Halle von Plas Glyn y Weddw

Die Burgruine Criccieth Castle liegt auf einer Anhöhe direkt über dem Meer und dominiert mit ihren zwei auffälligen Türmen das gleichnamige Örtchen Criccieth. Erbaut wurde die Burg im frühen 13. Jahrhundert von Llywelyn dem Großen (einem der walisischen Prinzen) und nur 50 Jahre später von Edward I. eingenommen, der die Türme umbauen und verstärken ließ. Zur Besichtigung sollten 45 Minuten eingeplant werden.  Auf dem Gelände gibt es zwei Busparkplätze unter der Adresse Y Maes, LL52 0HS. Explorer Passes von der Denkmalpflegebehörde Cadw gibt es für 3 oder 7 Tage mit Sonderpreisen für Veranstalter und Reiseunternehmen. Vorab gebuchte Gruppen ab 15 Personen, erhalten  10% Rabatt auf den Eintrittspreis.

Standing on the shoreline with waves hitting the beach, looking up to Criccieth Castle on a hill.

Criccieth Castle

Von Porthmadog aus bietet sich eine Fahrt mit der Ffestiniog and Welsh Highland Railway an, einer der historischen Schmalspur-Dampfeisenbahnen. Ursprünglich war die Linie gebaut worden, um Schiefer aus den Minen in Blaenau Ffestiniog zum Hafen  Porthmadog zu transportieren, von wo aus das Material in die ganze Welt verschifft wurde. Die einstündige Fahrt von Porthmadog nach Blaenau Ffestiniog führt durch die wunderbare Landschaft des Snowdonia Nationalparks.

Bei der Planung einer Busreise können Sie auf die Rückfahrt verzichten und die Gruppe an einer beliebigen Station abholen lassen, z.B. in Minffordd mit sehr guter Anbindung ins hübsche Dorf Portmeirion oder in Tan y Bwlch, in der Nähe des Besucherzentrums Plas Tan y Bwlch des Snowdonia Nationalparks, mit seinem beeindruckenden Garten und einem von Ostern bis Oktober geöffneten Tearoom. Weitere Informationen zu Gruppenbesuchen und Busreise-Bestimmungen

In Blaenau Ffestiniog können Sie, je nach Zeit, in der ehemaligen Schiefermine Llechwedd eine rund einstündige Untergrundtour einplanen. Bei  einer Fahrt unter Tage erhalten die Teilnehmer einen spannenden Einblick in die Arbeiten und den Alltag der Minenarbeiter im 19. Jahrhundert. Zudem gibt es hier eine Ausstellung und Workshops über die Verarbeitung von Schiefer, einen Souvenirladen, einen Pub und ein Restaurant. Für Gruppen und Busreisen geeignet.

Übernachtung: Portmeirion oder Criccieth

Llechwedd Slate Mountain

Tag Zwei

Die Burg Harlech Castle hat Weltkulturerbestatus. Sie liegt dramatisch hoch über der Tremadog Bay. Im späten 13. Jahrhundert wurde sie von über 1000 Arbeitern und Handwerkern erbaut, und galt mit ihren zwei Wallringen, vier Türmen und dem Torhaus, seinerzeit als so gut wie uneinnehmbar. Eine moderne Brücke verbindet die Burg mit dem neuen modernen Besucher- und Interpretationszentrum inklusive Café. Für den Besuch der Burg sollten mindestens 45 Minuten eingeplant werden. Busparkplätze gibt es auf dem oberen Bron y Graig Parkplatz, der keine fünf Minuten von der Burg entfernt liegt. Explorer Passes von der Denkmalpflegebehörde Cadw gibt es für 3 oder 7 Tage mit Sonderpreisen für Veranstalter und Unternehmen der Reisebranche. Vorab gebuchte Gruppen ab 15 Personen, erhalten  10% Rabatt auf den Eintrittspreis.

Im hübschen Marktstädtchen Machynlleth wurde Owain Glyndŵr im Jahr 1404 im Beisein der Herrscher von Schottland, Spanien und Frankreich zum Prinzen von Wales gekrönt und hier gründete er auch sein Parlament. In der gesamten Stadt gibt es ene Vielzahl historischer Gebäude, darunter das Owain Glyndŵr Centre (im Parliament House), das heute ein Besucherzentrum beherbergt sowie das Royal House aus dem 14. Jahrhundert, das König Karl I. während des Englischen Bürgerkriegs in den 1640er Jahren Zuflucht bot. Noch heute können Besucher der Stadt jeden Mittwoch den traditionellen Markt sowie einen Jahrmarkt, der zweimal pro Jahr stattfindet besuchen, beides in der königlichen Charta von 1291 festgeschrieben! Einen Parkplatz in der Innenstadt gibt es in der Maengwyn Street, dieser ist jedoch nicht für Busse geeignet.

Ein Weg auf einer steinernen Burgmauer entlang.
A shot from above of the back of  Owain Glyndŵr Centre and lawns.

Harlech Castle und das Owain Glyndŵr Centre

Am Nachmittag empfiehlt sich ein Besuch in Aberdovey (Aberdyfi), einem niedlicher Hafenort vor dem Hintergrund der Bergwelt Snowdonias. Planen Sie einen Spaziergang an der Küste ein sowie einen Bummel durch die hübschen Einkaufsstraßen. Wenn sich Ihre Kunden für Golf interessieren, empfiehlt sich ein Besuch des Aberdovey Golf Club, der zu den 100 beliebtesten Golfplätzen in Großbritannien und Irland zählt. Der Haupt-Parkplatz ist in der Terrace Road, LL35 0EA. Speziell ausgewiesene Busparkplätze gibt es keine. 

Übernachtung: Aberystwyth

Tag Drei

In der Universitätsstadt Aberysytwyth lohnt sich unter anderem ein Besuch in der National Library of Wales, in der es von jedem Buch und jeder Zeitung, die in Großbritannien und Irland veröffentlicht werden, ein Exemplar gibt. Die Nationalbibliothek zeigt zudem wechselnde Ausstellungen. Sehenswert ist der Nanteos Cup – ein Kelch, von dem manch einer glaubt, dass es sich hierbei um den sagenumwobenen Heiligen Gral handelt. Jede Woche gibt es ca. einstündige Führungen, die vorab gebucht werden müssen. Auch Busparkplätze sowie Parkplätze für Minibusse müssen telefonisch angekündigt werden (+44 (0) 1970 632 848).  

Girls walking up steps into The National Library of Wales.
Blick auf Aberystwyth Cliff Railway.

Die National Library of Wales und die Aberystwyth Cliff Railway

Im Anschluss wartet purer Landschaftsgenuss bei einer Fahrt mit der Vale of Rheidol Railway. Hier können Reisende den Luxus der Panoramawagen der ersten Klasse genießen und erleben im Sommer sogar in offenen Abteilen tolle Ausblicke über das Rheidol Valley. Pro Strecke dauert die Fahrt mit der Dampfeisenbahn eine Stunde; unterwegs gibt es die Möglichkeit zum Ausstieg und Besichtigung der Devils Bridge, dem Ort, an dem die berühmte ZDF-Krimiserie Inspector Mathias spielt. Auf der Website gibt es alle Informationen für Gruppen und Busfahrer.

Aberaeron, eine der wenigen geplanten Städte in Wales, ist bekannt für ihre vielen pastellfarbenen Häuser am kleinen Hafen. Erbaut wurde die Stadt im Regency-Stil mit dem großen offenen Alban Square im Herzen des Ortes. Bitte beachten Sie, dass auf dem Parkplatz keine Busparkplätze ausgewiesen sind. 

Ganz in der Nähe liegt Llanerchaeron, ein Herrenhaus im Georgianischen Stil, das sich über die letzten 200 Jahre kaum verändert hat. Zum Anwesen gehören eine Farm, ein wunderschöner Garten sowie ein kleiner See. Entworfen wurde das Haus in den 1790er Jahren von John Nash, der danach an Projekten wie der Regency Street und dem Buckingham Palace in London arbeitete. Auf der Bio-Farm mit üppigem Küchengarten leben Welsh Black-Rinder, Llanwenog-Schafe, seltene walisische Schweinerassen, Hühner, Gänse und Zuchttauben. Das Café ist ein wunderbarer Ort für eine Mittagspause oder für Kaffee und Kuchen am Nachmittag. In der Küche kommen etliche Produkte zum Einsatz, die von der Farm und aus der angrenzenden Region saisonal angebaut werden. Gruppenrabatt gibt es ab 15 Personen. Führungen müssen vorabgebucht werden; kostenlose Parkplätze, auch für Busse stehen zur Verfügung. 

Übernachtung: Aberaeron

Ummauerter Garten von Llanerchaeron mit Rosen.
Außenansicht der georgianischen Villa von Llanerchaeron.

Llanerchaeron

Tag Vier

New Quay erlangte seine Berühmtheit durch den walisischen Dichter und Schriftsteller Dylan Thomas. Der Ort soll ihn auch zu seinem berühmten Hörspiel Under Milk Wood (Unter dem Milchwald) inspiriert haben. Heute ist New Quay besonders bei Delfin-Fans beliebt, da sich die Tümmler hier besonders regelmäßig zeigen. Vom kleinen Hafen aus werden Bootstouren entlang der Küste angeboten. Einen Parkplatz mit Busstellplätzen gibt es auf der Church Road.

Cardigan Castle wurde erst kürzlich für 12 Millionen Pfund renoviert und wieder für Besucher geöffnet. Auf einem Rundgang durch die prächtige Georgianische Villa hinter den Burgmauern erfahren Besucher jede Menge über die Geschichte des Anwesens, seine einstigen Bewohner sowie über die Geburtsstunde des wichtigsten walisischen Kulturfestivals, das Eisteddfod. Auf den Eintrittspreis gibt es Gruppenrabatte und bei Voranmeldung können auch Führungen organisiert werden. Ein Parkplatz gibt es auch für Busse auf der Quay Street. Auf dem Gelände befindet sich zudem das hervorragende Restaurant 1176 und für Kleingruppen und Individualreisende stehen spektakuläre Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Burggelände zur Verfügung.

Das kleine Marktstädtchen Cardigan ist auch sonst einen Zwischenstopp wert, für eine Bummel durch die hübschen Geschäfte oder für eine Stärkung am Mittag im Pizzatippi mit herrlicher Terrasse direkt am Fluss Teifi unterhalb der Burg. Wenige Kilometer östlich von Cardigan bietet Fforest eine spannende Alternative naturnaher Unterkünfte für Individualreisende oder auch Gruppen. Auf dem weitläufigen Farmgelände kann man in Tipis, Holzhütten, Rundzelten, kleinen Appartements oder im Cottage ganz urig übernachten. "Being in nature" ist hier die Devise und eine wunderbare Gelegenheit für Outdoor-Fans mit der Natur in Einklang zu kommen.

Einen kurzen Fotostop einplanen sollten man auf dem Weg nach St David am Nevern Cross, an der Südseite der Dorfkirche in Nevern. Es gehört zu den am aufwendigsten verzierten Keltischen Kreuzen, stammt aus dem 10. oder 11. Jahrhundert und ist mit seiner Höhe von fast 4 Metern überaus eindrucksvoll.  Ganz in der Nähe steht die sagenumwobene “blutende Eibe”, ein auffälliger Baum, der der Legende nach blutet, seit vor vielen hundert Jahren ein junger Mann unschuldig daran gehängt wurde. Der Sage nach hört der Baum erst auf zu bluten, wenn ein Walisischer Prinz den Thron von Nevern Castle besteigt oder Weltfrieden eintritt.

Übernachtung: St Davids

 

Blick auf Cardigan.

Cardigan

Auf der Fahrt nach St Davids empfehlen wir einen Abstecher zur Wollmühle Melin Tregwynt. In dem kleinen Familienbetrieb wird seit 1912 auf traditionelle Weise walisische Wolle gewebt und zu wunderschönen Decken, Kissenbezügen, Accessoires und Kleidung vearbeitet.

St Davids ist dank seiner berühmten Kathedrale die kleinste Stadt Großbritanniens. Der prächtige Sakralbau ist das Herzstück der Stadt und im Mittelalter ließen sich mit zwei Pilgerfahrten hierher eine Reise nach Rom, mit dreien sogar eine ins Gelobte Land nach Jerusalem ersetzen. Man sollte sich die Zeit für einen Spaziergang rund um die Kathedrale und den nahegelegenen Bishops Palace nehmen. Danach locken in dem kleinen Städtchen eine Vielzahl an Galerien, Kunsthandwerksläden, Boutiquen und hübschen Geschäften zu einem Bummel.

Auch das Besucherzentrum des Pembrokeshire Coast Nationalparks ist in St Davids. Im Oriel y Parc, dem Fremdenverkehrsamt, gibt es neben Kunstausstellungen auch Gastausstellungen aus dem National Museum of Wales und es ist der perfekte Ort, um einen Ausflug entlang des Wales Coast Path, dem längsten zusammenhängenden Küstenwanderweg der Welt zu planen. Einen Parkplatz mit Busstellplätzen gibt es unter der Adresse Ffordd Caerfai, SA62 6NW.

 

Ähnliche Beiträge