Dylan Thomas Bootshaus

In der hübschen Kleinstadt Laugharne an der Mündung des Flusses Taf war einst Dylan Thomas zu Hause, einer unserer berühmtesten Schriftsteller und Poeten. Laugharne soll auch die Inspiration für sein berühmtestes Stück „Unter dem Milchwald“ gewesen sein. Auch heute noch gibt es in dem kleinen Ort vieles, was an den berühmtesten Sohn der Stadt erinnert.

Sein Werk „Porträt des Künstlers als junger Hund“ schrieb er in der Sommerlaube der Burg mit weitem Blick über die Taf-Mündung. Das Boathouse, in dem mit seiner Frau Caitlin und den Kindern lebte, ist bis heute fast unberührt, wie auch die kleine Schreibstube, untergebracht in einem Schuppen, in der seine Notizen auf dem Schreibtisch verstreut liegen, als sei er nur mal kurz auf einen Drink in Brown's Hotel gegangen, seinen Lieblingspub, der nur einen kurzen Spaziergang entfernt im Dorf liegt.

Unternehmen Sie einen Rundgang durch Dylan Thomas' Laugharne

Außenansicht von Brown's Hotel, Laugharne, mit einer Gruppe von Menschen im Freien.
Ein weißes Cottage mit Garten direkt am Meer.

Brown's Hotel und das Dylan Thomas Boathouse in Laugharne

Das Herrenhaus Plas Llanelly

Plas Llanelly House gilt als eines der schönsten Beispiele früher georgianischer Architektur und es ist ein Juwel und Herzstück des Stadtzentrums von Llanelli. Führungen durch die wunderbar originalgetreu eingerichteten Zimmer dieses stattlichen Herrenhauses erwecken die Verangenheit zum Leben. Erfahren Sie mehr über die einstigen Bewohner Sir Thomas und Lady Stepney und über skandalöse Geheimnisse Llanellys im 18. und 19. Jahrhundert.

Nach dem Rundgang lockt das hübsche Bistro, in dem neben Frühstück und kleineren Snacks auch wunderbarer typischer Afternoon Tea serviert wird. Im Restaurant stehen regionale und walisisch inspirierte Gerichte auf der Speisekarte.

Das Nationale Wollmuseum

Historisch gesehen war Wolle in Wales der wichtigste und am weitesten verbreitete Industriezweig und auch heute noch ist die Handwerkskunst, die mit den in Wales hergestellten Schals, Decken, Kissen- und Bettbezügen verbunden wird, in der ganzen Welt bekannt. Das National Wool Museum befindet sich in der ehemaligen Wollmühle Cambrian Mills, die einst Kleidung und Mobiliar herstellte und in alle Welt exportierte.

Beim Besuch des Museums, das in den restaurierten Gebäuden untergebracht ist, erfahren Besucher mehr über die einzelnen Verarbeitungsschritte der Wolle – vom Vlies bis hin zum gewebten Stoff. Neben einer Vielzahl historischer Maschinen, die in der Spinnerei verwendet wurden, haben Besucher von einem erhöhten Steg einen großartigen Blick auf die Textilien, die in Melin Teifi, der kommerziellen Wollspinnerei des Ortes, noch heute hergestellt werden.

Wie bei allen Nationalmuseen in Wales, ist auch für das National Wool Museum der Eintritt kostenlos.

Ein Mann an einer großen Wollmaschine.
Junge und Mädchen, die eine große Menge Wolle vor sich halten.
Ein Mann an einem Webstuhl.

Mehr über das Weben erfahren Besucher im Nationalen Wollmuseum

Die Dolaucothi Goldminen

Vor etwa 2.000 Jahren entdeckten die Römer hier in den Felsen Gold. Bis in die 1930er jahre wurde in den Goldminen von Dolaucothi dieses wertvollste aller Metalle abgebaut. Geführte Touren durch die Goldminen liefern spannende Einblicke in die Entwicklung des Bergbaus in Carmarthenshire im Laufe der Jahrhunderte. Ausgestattet mit einem Schutzhelm geht es durch die Minen, wobei es einige Abschnitte mit recht steilen Stufen zu überwinden gilt. Besucher können selbst Gold schürfen und im Anschluss an die Tour auf einem schönen Picknickplatz die mitgebrachten Lunchpakete verzehren.

Mehr über die unterirdischen Geheimnisse von Wales

Dinefwr – Herrenhaus, Burg und Park

Im Herzen des Landsitzes Dinefwr steht stolz das Newton House mit seinen kunstvollen gotischen Bogenfenstern, Säulen und Türmen. 1660 erbaut, diente es über 300 Jahre den Nachkommen von Lord Rhys als Familiensitz. Seit 1990 wird das Anwesen vom National Trust verwaltet. Schautafeln und ausgestellte Gegenstände aus dem einstigen Familienbesitz erzählen die Geschichte von Dinefwr. Es gibt einen hübschen kleinen Shop und ein Café mit Terrasse.

Auf dem wunderbaren 320 Hektar großen parkähnlichen Anwesen mit uraltem Baumbestand – einige sind über 700 Jahre alt – lebt neben Damwild auch eine Herde weißer Rinder. Diese sehr seltene Rasse reicht bis ins Jahr 920 zurück.

Auf einem Hügel steht die romantische Burgruine Dinefwr aus dem 10. Jahrhundert. Die Kernburg mit ihrem 12 m hohen Keep ist an drei Seiten von einem tiefen, in den Fels gehauenen Graben umgeben. Von der Burg aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Fluss Tywi.

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Ein großes Herrenhaus mit seinen von Efeu überwucherten Türmen von einer Bank aus gesehen.

Newton House auf dem Landsitz Dinefwr

National Botanic Garden of Wales

Herzstück des Botanischen Gartens von Wales im malerischen Tywi Valley ist das große Gewächshaus, eine einzigartige riesige Glaskuppel, die sich aus dem Boden erhebt und sich wie ein gläserner Hügel der umliegenden Landschaft anpasst. Entworfen vom berühmten Architekten Norman Foster misst das Dach 99 mal 55 Meter und ruht auf 24 Bögen, die von einem einzigen Ringbalken getragen werden, was es zu dem größten Gewächshaus dieser Art in der Welt macht. Die gläserne Kuppel ist in der Mitte bis zu 15 Meter hoch und unter ihr gedeiht die größte Sammlung meditteraner Pflanzen der nördlichen Hemisphäre.

Neben einem Gewächshaus mit tropischen Pflanzen gibt es einen wunderbaren „Double Walled Garden“ mit duftenden Blumen, einen Apothekengarten mit Heilkräutern aus edwardianischer Zeit, eine Falknerei, Obst- und Gemüseanbau, Teiche, Seen, Wiesen und Wälder. Das als Bio-Farm betriebene Reservat zeigt eine immense Artenvielfalt. Neben einem Kinderspielplatz befindet sich auf dem Gelände eine Galerie, ein Kunsthandwerksladen sowie ein hübsches Café.

Innenansicht eines großen Gewächshauses mit Pflanzen.
Menschen um einen Tisch bei der Herstellung von Gin.

Das Große Glashaus und der „Botanical Room“ im National Botanic Garden of Wales

Burgen in Carmarthenshire

In Wales gibt es mehr Burgen pro Quadratkilometer als in jedem anderen Land – weit über 400! Kein Wunder also, dass es auch in Carmarthenshire jede Menge zu erkunden gibt.

Carreg Cennen

Eine eindrucksvolle Burgruine, die hoch auf einem massiven Felsen thront. Carreg Cennen ist ein beliebtes Fotomotiv, besonders wenn Nebelschwaden mystisch in den Tälern rund um die Burg hängen. Tief unter der Ruine befindet sich eine bemerkenswerte unterirdische Höhle. Nehmen Sie auf jeden Fall eine Taschenlampe mit und passen Sie auf die rutschigen Stufen auf!

Kinder erforschen die Mauern einer alten Burg.
Ein Junge und ein Mädchen gehen durch ein Burgtor und erkunden eine Ruine.

Die Mauern und Gänge von Carreg Cennen

Kidwelly Castle

In der hübschen gleichnamigen Stadt ist Kidwelly Castle eine der am besten erhaltenen Burgen in Carmarthenshire. Die ursprüngliche normannische Burg aus Lehm und Holz stammt aus dem 12. Jahrhundert, während die noch erhaltene beeindruckende Steinstruktur nur etwa 600 Jahre alt ist! Filmfans kennen Kidwelly vielleicht aus einer kurzen Szene zu Beginn von Monty Pythons Film „Der Ritter der Kokosnuß“.

Llansteffan Castle

Die Lage von Llansteffan Castle ist einfach perfekt. Die Aussicht auf die Bucht von Carmarthen und die Flussmündung des Tywi sowie auf das umliegende hügelige Ackerland ist atemberaubend schön. Ein kurviger Aufstieg bringt Sie zum Torhaus mit seinem imposanten Torbogen, den mächtigen Türmen und den eindrucksvollen Mauerresten. Die beste Aussicht hat man, wenn man innen auf die Mauern klettert.

Llansteffan Castle von oben, Carmarthenshire.

Llansteffan Castle bietet einen perfekten Ausblick

Carmarthen Castle

Dies war einst eine der größten Burgen in Wales, die vom normannischen König Heinrich I. erbaut wurde. Heute sind noch das massive Torhaus und Teile von zwei Türmen und den Mauern erhalten. Unternehmen Sie einen Spaziergang um die Mauern und klettern Sie hinauf, um einen Blick über die Stadt und den Fluss Tywi zu genießen.

Dryslwyn Castle

Die stimmungsvollen Ruinen von Dryslwyn Castle liegen auf einem schroffen Felsvorsprung mit Blick auf das Tywi Valley. Die Festungsanlagen gehen auf einen der walisischen Fürsten des Königreichs Deheubarth im Südwesten von Wales zurück. Heute ist nur noch ein kleiner Teil der mittleren und äußeren Mauern erhalten, aber die Aussicht ist es, die den Aufstieg wirklich lohnenswert macht.

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Fernsicht auf eine Burgruine auf einer Hügelkuppe, die in tiefhängende Wolken gehüllt ist.

Dryslwyn Castle im Morgennebel

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