Der Brecon Beacons Nationalpark, Wales

Von den Tiefen der Kalksteinhöhlen zu den Höhen des Pen y Fan: In dem Brecon Beacons Nationalpark gibt es viel zu entdecken. Am Tage laden die Moorlandschaften, Wanderwege und Städte zu einem Besuch ein, während in der Nacht die Sterne am Himmel glänzen.

Ystradfellte - Sgwd Isaf Clunqwyn

Sgwd Isaf Clun-Gwyn, Ystradfellte, Brecon Beacons erstellt von Paula J James

Sanfte grüne Hügellandschaft? Wasserfälle? Hübsche Städtchen und ein idyllischer Kanal? All das finden Sie hier. Die walisische Wundertüte voller ländlicher Highlights: Der Brecon Beacons Nationalpark ist eine der reizvollsten Regionen Großbritanniens.

Und einfach zu erreichen: Die Brecon Beacons sind nur 50 km von Cardiff und 160 km von Birmingham entfernt. Von London aus sind Sie mit dem Auto in weniger als drei Stunden hier. Und es gibt unendlich viel Platz - Menschenmengen werden Ihnen hier eher selten begegnen. Wenn Sie sich ein wenig abseits der Touristenpfade bewegen, stoßen Sie in unberührte, wilde Landschaften vor.

Uralte Landschaften

Die in der Eiszeit entstandenen Berge, Hügel und Täler des Brecon Beacons Nationalparks wurden durch nahezu acht Jahrtausende Geschichte geformt. An den verwitterten Berghängen findet man eine Vielzahl von prähistorischen Monumenten. Auch die besonderen Städte der Region wie das wanderfreundliche Crickhowell, das jazzige Brecon, das Feinschmeckerparadies Abergavenny und das literarische Hay-on-Wye sind einen Besuch wert.

Pen Y Fan & Cribyn

Pen Y Fan & Cribyn, Brecon Beacons

Die Ost-West-Ausbreitung des Hochlands des Nationalparks, der durch die 60 km lange Gebirgskette der Cambrian Mountains von Snowdonia getrennt ist, ist beinahe so lang wie die Nord-Süd-Ausdehnung des Snowdonia Nationalparks. Zwischen beiden gibt es jedoch wesentliche Unterschiede: Während die felsigen Reste des erloschenen Vulkans den größten Teil Snowdonias dominieren, bestimmen grasbewachsene Hochmoore, von Heidekraut bewachsene Steilhänge und Gipfel aus rotem Sandstein das Erscheinungsbild der Brecon Beacons. 

Der Nationalpark umfasst ein besonders vielseitiges Gebiet. Jon Pimm, einer der Parkwächter, fasst es treffend zusammen: „Jede Region des Brecon Beacons Nationalparks ist einzigartig und hat ihre besonderen Merkmale. Ich arbeite hier bereits seit 10 Jahren und entdecke noch immer neue Orte, die ich zuvor nicht kannte.“

Berge und Moorlandschaften

Die Brecon Beacons selbst bilden die höchsten Gipfel im Süden Großbritanniens. Außerdem umfasst der Park drei weitere Gebirgsketten: die Black Mountain Range, Fforest Fawr und die Black Mountains. Im Herzen des Nationalparks befindet sich mit über 30 km Ausdehnung das größte offene Hügelgebiet in Wales. Hier halten walisische Bergponys die Vegetation in Schuss. Als Nachkommen der Grubenponys sind sie eine zähe Rasse. Ihnen wird nachgesagt, dass sie robuster sind als Schafe - und im Hinblick auf Futter weniger wählerisch.

Black Mountains

Black Mountains, Wye Valley

Auf den Wegen entlang der Kalksteinfelsen im Süden bekommen Wanderer viel Sonne ab, während das westliche Gebiet mit seinen Felsformationen, Wasserfällen und Höhlen von so großem geologischen Interesse ist, dass es 2005 zum ersten Unesco Geopark von Wales ernannt wurde. Die beste Art und Weise, den Fforest Fawr Geopark zu erkunden, ist zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf dem Rücken eines Pferdes - entweder auf eigene Faust oder mit einem erfahrenen Reiseführer.

Sternennächte

Bleiben Sie über Nacht im Brecon Beacons Nationalpark und lassen Sie sich - bei klarem Himmel - von einem Meer aus Sternen blenden. Sobald Ihre Augen sich an den unglaublichen Sternenhimmel gewöhnt haben, können Sie verschiedene Konstellationen entdecken. Wenn Sie zur richtigen Zeit hier sind, können Sie entfernte Planeten oder Meteorströme beobachten. Die Nationalparkbehörde organisiert zudem Sterndeutungs-Events, bei denen Sie das Beste aus den wunderschönen Bedingungen frei von Lichtverschmutzung machen können. Im Jahr 2012 wurde die Region offiziell als Internationales Lichtschutzgebiet anerkannt.

Weitere Attraktionen im Brecon Beacons Nationalpark