Bardsey Island

Bardsey ist die Insel der „20.000 Heiligen“, die hier angeblich begraben liegen – zahlenmäßig der heutigen Einwohnerzahl weit überlegen – es sind lediglich vier. Bardsey war schon immer ein Ort der Zuflucht, der Besinnung und der Wallfahrt. Sie können die Insel auf einem Tagesausflug besuchen, oder in einem der neun Cottages der Insel übernachten (für Selbstversorger) – die beste Art, um tausende nachtaktiver Schwarzschnabelturmtaucher zu beobachten, die in ihre Höhlen zurückkehren. Wir nennen diesen die Insel Ynys Enlli, was so viel bedeutet wie die „Insel in der Strömung“.

View of Bardsey Island from the mainland near Aberdaron
Blick auf Bardsey Island

Hell’s Mouth

„Höllenschlund“, oder mit korrekter walisischer Bezeichnung Porth Neigwl. Es ist gut zu erkennen, woher der Spitzname stammt: eine geteilte Flussmündung mit einem über sechs Kilometer langen Sandstreifen, der südwestlich direkt in den Atlantik reicht. Früher war dies der Albtraum aller Segler – heute ist es dagegen ein Paradies für Surfer. Surfschulen bieten Kurse an; die Wellen werden zunehmend höher, je weiter man in der Bucht nordwärts geht. Hiesige Surfer behaupten, dass beste Surfrevier auf Llŷn sei das in der Nähe liegende Porth Ceiriad (aber an Tagen mit hoher Brandung ist es definitiv besser, dies den Könnern zu überlassen).

Shell Island

Die „Muschel Insel“ (Mochras auf Walisisch) besitzt einen der größten Campingplätze Europas. Camper lieben diesen Ort so sehr, weil sich immer noch irgendwo eine einsame Ecke in den Dünen, den Wäldern oder auf den Grasflächen findet, die einem ein Gefühl von wildem Campen in der Natur vermittelt, trotz des modernen Komforts, den er Platz bietet. Winterstürme waschen jedes Jahr neue Muscheln auf den Strand, so dass es praktisch unmöglich ist, auf dem Sand zu laufen, ohne auf eine der über 200 skurrilen Species zu treten, die sie hier auch sammeln dürfen.

Borth

Ceredigions längster Strand verläuft über 5 Kilometer von Borth zu den Sanddünen des Dyfi Ynyslas Naturreservats. Bei Ebbe erscheinen die knorrigen Baumstümpfe eines 5.000 Jahre alten Waldes. Dieser, so besagt eine heimische Legende, sei Cantre'r Gwaelod (‚lower hundred‘) ein versunkenes Königreich, das überschwemmt wurde, weil der betrunkene Torwächter Seithennyn vergaß, die Fluttore zu schließen.

Wales besitzt fünf Gebiete von außergewöhnlicher Naturschönheit: die Küste von Anglesey, die Halbinsel Gower, die Halbinsel Llŷn, die Hügelkette Clwydian Range und das Dee Valley sowie das Wye Valley gehören zählen zu den schönsten Regionen in Wales.

Ynyshir

Queen Viktoria besaß einst Ynyshir Hall als ihr Küstendomizil. Das Areal beheimatet heute ein RSPB Reservat (Naturschutzgebiet), und das Herrenhaus nennt sich lediglich Ynyshir (sie haben das „Hall“ aus dem Namen gestrichen) – ein Michelin-Sterne Restaurant in dem man auch übernachten kann. Die Speisen sind herausragend: Chefkoch und Inhaber Gareth Ward kreiert aufwendige Degustationsmenüs mit regionalen und internationalen Geschmacksrichtungen.

Pwll y Wrach

Der „Hexenkessel“ ist eine der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten an der Küste Pembrokeshires: einen riesiger Krater, der durch den Einbruch einer Höhle entstanden ist, die mit dem Meer durch einen Tunnel verbunden war. Vom Küstenweg aus können Sie direkt über dem Felsbogen stehen. Kajakfahrer und Seehunde nehmen die unterirdische Route, um zu dem Kiesstrand zu gelangen, der sich innerhalb des Kraters befindet.

Llys Meddyg

Newport verhält sich absichtlich sehr diskret und unauffällig und so wird nicht sofort offensichtlich, dass diese kleine Küstenstadt, an der Flussmündung des Nevern, der beliebteste Urlaubsort in Pembrokeshire ist. Llys Meddyg (meint „Doktors Gericht“) ist ein Restaurant mit Zimmern, das eine eigene Räucherei besitzt. Hier werden auch verschiedene Kochkurse zu Themen wie Kräutersuche, Fisch filetieren, räuchern, und schlachten angeboten sowie ein Menü auf Basis der hauseigenen Gewürze.

Melin Tregwynt

In diesem kleinen bewaldeten Tal gibt es seit dem 17. Jahrhundert eine Wollmühle, in die die Bauern ihre Wolle zum Spinnen und zum Weben ihrer Decken brachten. Die Mühle ist seit 1912 in Familienbesitz und noch heute wird in Melin Tregwynt auf traditionelle Weise gesponnen und gewebt. So gut, so urig – doch ist es ihr besonderer und moderner Blick für zeitgemäße Designs, die ihre Produkte heute zu Favoriten von schicken Hotels und Modefreaks gemacht haben.

A woman wrapped in a Welsh wool blanket looks out over the sea
Melin Tregwynt, Pembrokeshire Coast Nationalpark

The Blue Lagoon

Die balue lagune ist ein ehemaliger Schiefersteinbruch, in dem ein malerischer türkisfarbener See entstanden ist. Der weltbekannte Wettbewerb „The Red Bull Cliff Diving“ hat hier bereits dreimal stattgefunden, doch kann sich Jedermann an diesem Ort erfreuen. Die Lagune liegt nur einen fünfminütigen Spaziergang (oder eine Fahrt mit dem Kajak) vom Parkplatz in Abereiddi entfernt. Gewöhnlich treiben sich hier Coasteering Gruppen herum, die den Mut haben aus 12 Metern Höhe in die Lagune zu springen. 

The Bug Farm

Die Entomologin (Insektenkundlerin), Insektenfarmerin und TV Moderatorin Dr. Sarah Beynon unterhält, etwas außerhalb von St. Davids, einen Bauernhof, ein Forschungszentrum und eine Besucherattraktion. Die Bug Farm betreibt viele seriöse wissenschaftliche Studien zur Ökologie und Nachhaltigkeit und darüber hinaus ist es ein riesiger Spaß, besonders für Kinder. Das Menü im angeschlossenen Café beinhaltet eine Menge essbarer Insekten, natürlich!

Blue Lagoon at sunset, Abereiddy, Pembrokeshire
Die magische Blue Lagoon im Pembrokeshire Coast Nationalpark

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