North of Llŷn

Bevor Sie nach Abersoch fahren, sollten Sie ein paar Stunden (oder Tage) auf der Landspitze von Llŷn herumfahren, um das Ursprüngliche dieser wunderschönen Halbinsel und der walisischen Nordküste besser kennen zu lernen. Fahren Sie vorbei am Porth Neigwl's (Hell’s Mouth) 7 kilometerlangen Strand nach Aberdaron und weiter hinauf zur Küste. Sie passieren den „quietschenden Sand“ (wenn man darüber läuft) von Porth Oer, einen der Golfplätze auf der Halbinsel (hier fühlt man sich, als würde man von einem Flugzeugträger aus abschlagen), den Pub in Porthdinllaen – einem wahrhaft magischen Ort – und das ehemalige Bergarbeiterdorf in Nant Gwrtheyrn, heute ein Sprachzentrum, in dem man Walisisch lernen kann.

A row of brightly coloured beach huts on a warm sandy beach
Die bunten Strandhütten in Abersoch

The Mach Loop

Anstatt der Flussmündung Mawddach Estuary zum Meer zu folgen, fahren Sie landeinwärts nach Dolgellau, nehmen die A470 nach Süden und weiter die die A487 nach Minffordd .Diese führt den wahrscheinlich spektakulärsten walisischen Bergpass hinunter – zu Ihrer Rechten thront der Cader Idris. An den Berghängen stehen häufig „Aircraft Spotter“: denn hier üben Jetpiloten der RAF (und vieler anderer Nationen) den Tiefflug in Überschall, oft bis zu einer Höhe von nur 75 Metern. Den Schildern folgend gelangen Sie an die Küste nach Tywyn.

Hinterland

Die TV Krimireihe „Inspector Mathias – Mord in Wales“ (ZDF) wurde in und um Aberystwyth gedreht und zeigt die mystischen, unbekannten Täler dieser Gegend – Plätze, die man niemals ohne ein wenig lokale Kenntnis zu besitzen, finden würde. Im Pilotfilm war Devil's Bridge der Tatort (in Wirklichkeit ist es ein hübscher Ort, an den man mit einer historischen Dampfeisenbahn fahren kann). Da Sie nun schon einmal hier sind, im Nant yr Arian Forst Reservat, unternehmen Sie doch eine Wanderung oder Radtour in dieser herrlichen Gegend und beobachten die seltenen Rotmilane und genießen die Landschaft.

Devil's Bridge, Ceredigion
An der Devil's Bridge im dunklen Ystwyth Forest

The Gwaun Valley

Im Gwaun Valley wird das neue Jahr immer am 13. Januar begangen, denn hier weigerte man sich im Jahre 1752 den Gregorianischen Kalender anzuerkennen. Gefeiert wird mit einem Pint im Dyffryn Arms, bei den Einheimischen als „Bessie’s“ bekannt - benannt nach seiner Wirtin. Die Krüge sind gefüllt mit Bass (einer Biermarke) aus über 60 Jahre alten Fässern. Diese Gegend um die Preseli Mountains ist voll von prähistorischen Sehenswürdigkeiten, wie etwa Pentre Ifan und dem Steinwall von Carningli (bedeutet „Berge der Engel“). Die blauen Steine von Stonehenge stammen aus dieser Gegend und bis heute kann niemand sagen, wie sie nach Wiltshire kamen. Während Sie darüber nachgrübeln, sollten Sie das hier gebraute Bier „Bluestone Ale“ genießen.

Der schöne Süden

Der Coastal Way endet in St Davids, jedoch sollten Sie unbedingt die „Landsker Line“ überqueren. Sie ist die Grenze, die den walisisch sprechenden Norden Pembrokeshires vom englischsprachigen Süden der Region teilt. Die Grenze ist natürlich nicht erkennen, aber sie ist zu hören: in St Bride’s Bay beispielsweise ist der lokale Akzent deutlich anders als im Norden. Die Küste hier ist einfach fabelhaft, deshalb fragen Sie uns bitte nicht, einen Favoriten zu benennen...  DruidstonMarloesSkomer IslandBarafundleManorbier… und dabei haben noch nicht das nahezu perfekte Hafenstädtchen Tenby erreicht. Das sollten Sie aber unbedingt besuchen. 

Castle Hill
Tenby in Pembrokeshire