Karte der Strecken, die zum Wales Way gehören.

Die Routen des Wales Way

Auf dem Cambrian Way gibt es viel zu entdecken – hier ist ein Vorschlag für eine fünftägige Tour, der bei Ihrer Reiseplanung hilfreich sein kann.

Tag eins (ca. 60 km)

Start in Cardiff. Nur 20 Minuten später, im Städtchen Llantrisant, stehen Sie vor einer ungewöhnlichen Sehenswürdigkeit, in der sich alles um Geld dreht – im wahrsten Sinne des Wortes: in der Royal Mint, der königlichen Münzprägeanstalt. Hier erfahren Sie alles über Münzen, wie sie hergestellt werden und wie sie die Welt bewegen (die Prägeanstalt beliefert etwa 100 Länder weltweit).

Kurze Zeit später schon befinden Sie sich in den Tälern von Südwales. Im Rhondda Heritage Park dreht sich hingegen alles ums „Schwarze Gold“, und im nahegelegenen Pontypridd erinnert vieles an die Zeit, als die „Heimat der Kohle“ die Industrielle Revolution befeuerte. Führungen unter Tage und interaktive Displays in der ehemaligen Zeche Lewis Merthyr veranschaulichen die raue und heroische Welt der walisischen Bergleute.

Eisen, nicht Kohle, bestimmte hingegen die Industrie von Methyr Tydfil. Cyfarthfa Castle, das stattliche Herrenhaus aus dem 19. Jh. eines allmächtigen Eisenbarons, ist heute Museum und Kunstgalerie mit einer umfangreichen Sammlung, die auch eine Nachbildung der ersten Dampflokomotive der Welt enthält sowie das Werk der in Merthyr geborenen Modeikonen Laura Ashley und Julien McDonald.

Übernachtung in Merthyr Tydfil

Shaun das Schaf Skulptur am Eingang zur Royal Mint Experience.
Außenansicht eines Schlosses aus Stein.

The Royal Mint und Cyfarthfa Park

Tag zwei (ca. 90 km)

Ein Tag, wie geschaffen um den Brecon Beacons Nationalpark ausgiebig zu erkunden.

Erobern Sie die Brecon Beacons auf ganz entspannte Weise mit der Schmalspurbahn Brecon Mountain Railway. Die liebevoll restaurierte historische Dampflok verkehrt nördlich von Merthyr zu den Ausläufern von Südwales‘ höchsten Gipfeln (Hin- und Rückfahrt 14 km).

Auf der A470 gen Norden sollten Sie bei Libanus einen kurzen Abstecher zum Visitor Centre des Brecon Beacons Nationalparks unternehmen. Hier gibt es neben herrlichen Ausblicken, großartigen Wandermöglichkeiten und Informationen über die Region auch ein gemütliches Café, das zur Einkehr lockt – mit herrlichem Blick auf den Pen y Fan, den höchsten Gipfel im Nationalpark.

Die weite offene Landschaft der Beacons ist ideal zum Reiten und Ponytrekking. Die Cantref Adventure Farm bei Brecon bietet auf unterschiedlichen Reitwegen Ausritte an, inklusive der Halbtagstour „Brecon Beacons Explorer“.

Übernachtung in Llandrindod Wells

Ein Zug der Brecon Mountain Railway fährt durch einen Wald, aus dessen Schornstein strömt Dampf.
Luftaufnahme einer Dampfeisenbahn der Brecon Mountain Railway, die an einem Fluss entlangfährt.

Brecon Mountain Railway, Brecon Beacons

Tag drei (ca. 106 km)

Welsh Royal Crystal in Rhayader ist der einzige Hersteller von handgemachtem Kristallglas in Wales. Man kann in der Werkstatt zuschauen, wie hier nach jahrhundertealtem Handwerk Glaskunst gefertigt wird, bevor man im Laden die vielen ausgestellten Exemplare bestaunen kann, die alle individuell mundgeblasen und geschliffen sind.

Rhayader liegt am Eingang des Elan Valley – eine Reihe großer Stauseen, wie an einer Kette aufgereiht, die vor über 100 Jahren geschaffen wurden. Besuchen Sie das Elan Valley Visitor Centre bevor Sie weiter der landschaftlich schönen Bergstraße durch dieses unwirklich einsame Seengebiet folgen. Im Centre können Sie auch Fahrräder ausleihen und Informationen über Wanderungen in der Region erhalten.

Sie sind nun etwas von der A470 abgekommen, aber der Umweg lohnt sich allemal. Die Cymystwyth Mountain Road schlängelt sich bis zur Devil’s Bridge. Doch wo zum Teufel ist die Brücke? Die legendäre mittelalterliche „Bridge of the Evil Man“ liegt versteckt in der Tiefe, in einer bewaldeten Schlucht, und ist nur über einen steilen Fußweg erreichbar.

Übernachtung in Machynlleth

Randnotiz: Fall Sie Ende Juli hier sind, sollten Sie keinesfalls die Royal Welsh Show in Builth Wells versäumen. Es ist Europas größte und farbenprächtigste Landwirtschaftsschau.

Pen y Garreg Staudamm, Elan Valley, Mittelwales.
Claerwen Staudamm von oben.
Devil's Bridge.

Die Staudämme Pen-y-Garreg und Claerwen im Elan Valley in Mittelwales und die Devil's Bridge, Ceredigion

Tag vier (ca. 98 km)

Shopping wird einem hier leicht gemacht – im Corris Craft Centre an der A487 nördlich von Machnylleth. In den neun kleinen Kunsthandwerksstudios gibt es fast alles – von Schmuck über Keramik, bis hin zu selbstgemachter Schokolade und hevorragendem selbstgebranntem Gin der Dyfi Distillery (dreifach ausgezeichnet bei den 2020 World Gin Awards, u.a. als „Best Welsh Dry Gin“).

Zurück auf der A470 legen Sie vielleicht bei Cross Foxes – eine urige, ehemalige Postkutschenstation und heute angenehme Bar mit Restaurant und modernen Zimmern – einen Stopp ein. Hier, in der Nähe von Dolgellau, öffnet sich der Wald in ein felsiges Moor- und Berggebiet. Bei Trawsfynydd steht ein rührendes Denkmal für Wales‘ Poeten Hedd Wynn, der 1917 im Ersten Weltkrieg bei der Schlacht von Passchendaele umkam. Er starb, bevor er erfuhr, dass er den größten walisischen Literaturpreis, den National Eisteddfod Chair, gewonnen hat. Der „Schwarze Stuhl“ ist im renovierten Bauerngehöft Yr Ysgwrn, seinem Geburtshaus, zusammen mit anderen Memorabilien zu sehen.

Ein anderer Abstecher von der A470 bringt Sie zu den Plas Brondanw Gardens nahe Garreg. Neben dem italienisch anmutenden Portmeirion, wurde auch dieser Garten von Sir Clough Williams-Ellis geschaffen. Sein Talent für Landschaftsgestaltung erreicht hier seinen Höhepunkt: „die Schönheit der Landschaft in den Garten mit einzubeziehen“.

Übernachtung in Betws-y-Coed

Red and yellow flowers on manicured lawns leading up to the estate house.
Eine graue Steinbrücke über einen schmalen Fluss.

Plas Brondanw, Garreg und Betws y Coed, Nordwales

Tag fünf (ca. 34 km)

Llanrwst, die historische „Hauptstadt“ des Conwy Valleys, war einst die Domäne des Wynn Clans. Ihr Stammsitz, Gwydir Castle, ist ein großes, schlossähnliches Tudor-Gebäude mit der ansprechenden Atmosphäre damaliger Zeit – und, gelegentlich auch von einigen Geistern.

Sie suchen noch Mitbringsel aus Wales? Dann sollten Sie bei Trefriw Woollen Mills anhalten. Es ist eine alteingesessene Wollfabrik, die walisische Wandteppiche und Stoffe herstellt. Schauen Sie auch im Mühlen-Museum vorbei, bevor Sie den Laden besuchen.

Als nächstes erwartet Sie eine wahrhaftige Neuheit im Conwy Valley: die weltweit erste inländische Surf-Lagune im Adventure Parc Snowdonia. Ein großer See (etwa 300 m lang) mit großen Wellen, die – anders als am Meer – garantiert immer wieder kommen.

Beenden Sie Ihre Tour in Llandudno, unserem größten Seebad.

Surfer im Adventure Parc Snowdonia.
Luftaufnahme eines Piers und der Küstenlinie vom Meer aus.

Surfen im Adventure Parc Snowdonia und Llandudno Pier, Nordwales

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